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Magazine für Frauen, die Frauen lieben: ZAPP-Beitrag über L-MAG, Straight und Libertine

Das Medienmagazin ZAPP hat vergangene Woche über Magazine für Frauen, die Frauen lieben, berichtet. Neben der L-MAG gibt es seit dem vergangenen Jahr nämlich gleich zwei weitere Zeitschriften, die sich im Schwerpunkt an lesbische Frauen richten: Straight und Libertine. In dem ZAPP-Beitrag werden die Inhalte der Magazine vorgestellt und thematisiert, warum es überhaupt einen Bedarf für “Lesbenmagazine” gibt. Dabei wird auch ausdrücklich kritisch angemerkt, dass in den Medien kaum über Lesben berichtet wird und Artikel über Homosexuelle auch heute noch viel zu häufig mit dem Label “schwul” arbeiten, wenn eigentlich alle gemeint sind.

Den sehenswerten Beitrag könnt ihr euch online hier anschauen:

Neue Lesbenmagazine sorgen für mehr Vielfalt | ZAPP

ZAPP_Lesbenmagazine

(Quelle: NDR / Screenshot: Rosalie & Co.)

Über Straight hatte ich im Sommer ja bereits einen Artikel geschrieben (“Neues Magazin für Frauen, die Frauen lieben: „Straight“ und die Lesbenklischees”, August 2015). Inzwischen habe ich mir auch die erste Ausgabe der Libertine angeschaut, die über Crowdfunding finanziert wurde und Ende letzten Jahres erschienen ist, und war ganz angetan: Hochwertige Aufmachung, viele interessante Beiträge. Im Bereich Kultur liegt der Schwerpunkt für mich als Film- und Serienfan ein wenig zu sehr auf dem Thema Musik, zumindest in der ersten Ausgabe; hier fühlte ich mich manchmal ein bisschen verloren, weil ich die jeweiligen Künstlerinnen überwiegend nicht kannte und hätte mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Sehr lesenswert fand ich einen Artikel mit dem Titel “Muslimisch, queer und feministisch”, in dem die Themen Feminismus und Islam mal aus einer für mich neuen Perspektive beleuchtet werden. Allein hierfür lohnt es sich meiner Ansicht nach, mal einen Blick in das Heft zu werfen.

Der Markt für Magazine für Frauen, die Frauen lieben, ist derzeit also tatsächlich bunter und vielfältiger als noch vor einem Jahr. Bleibt zu hoffen, dass sich Straight, Libertine und vielleicht noch weitere Magazine dauerhaft neben der L-MAG etablieren können. Damit Bilder wie dieses, das ich im Sommer 2015 in einer Presse- und Buchhandlung in Hamburg gemacht habe, kein Einzelfall bleiben:

Lesbenboom im Zeitschriftenregal (Juli 2015)

 

Autor/in: Meike

Bloggerin aus Leidenschaft, Bachelor im Seriengucken, out and proud since 1998. Ich sehe fern und schreibe darüber. Mehr Infos über die Bloggerin und ihren Blog gibt es hier.

1 Kommentar

  1. am meisten interessiert mich persönlich das neue magazin libertine. die lena dunham unter den lesbenmagazinen. lifestyle ja, aber auch politik und ne eigene haltung. und geschichten! scheint so, dass die sich da auch gedanken gemacht haben, wie sie aus der islamischen welt berichten können bzw. die perspektive reinbringen. spannend.