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Filmtipp: “Tig”

Noch vor einigen Jahren war die amerikanische Stand-up-Komikerin Tig Notaro selbst in ihrer Heimat kaum bekannt. Bis sie im Sommer 2012 die Bühne eines Comedy-Clubs in Los Angeles betrat und ihr Publikum mit den Worten “Good evening, hello. I have cancer. How are you?” begrüßte. Was wie ein morbider Witz klang, war bitterer ernst: Kurz zuvor hatte Tig Notaro erfahren, dass sie an Brustkrebs erkrankt war – der absolute Tiefpunkt in einem Jahr, in dem sie schon eine lebensbedrohliche Darminfektion, den plötzlichen Tod ihrer Mutter und die Trennung von ihrer Freundin hatte verkraften müssen.

Ihr Stand-up-Auftritt, bei dem sie über all diese Schicksalsschläge sprach und es trotz allem schaffte, der Situation mit Humor zu begegnen, machte die Komikerin über Nacht in den USA berühmt. Um ihn geht es unter anderem auch in dem Dokumentarfilm Tig, der im Sommer auf Netflix veröffentlicht wurde. Im Fokus des Films steht jedoch das Leben der Komikerin in den Monaten nach ihrem erfolgreichen Kampf gegen den Krebs: der Umgang mit der plötzlichen Bekanntheit, ihre Einstellung zum Leben und ihre Pläne für die Zukunft. Und es geht auch um die Liebe: Im Laufe der Dreharbeiten und damit quasi vor der Kamera entwickelte sich aus der Freundschaft von Tig Notaro mit der Schauspielerin Stephanie Allynne eine Liebesbeziehung – ein  Glücksfall auch für den Film, da hierdurch der optimistische Grundton noch verstärkt wird und weil es einfach schön ist, die beiden als Paar zu sehen.

Wer einen Netflix-Account hat, dem lege ich diesen sehenswerten Film wärmstens ans Herz.

Und hier noch ein Video, das eigentlich nichts mit dem Film zu tun hat, das zu posten ich mir als Ellen-Fan aber nicht verkneifen konnte: Tig Notaro war diese Woche zu Gast in der The Ellen DeGeneres Show.

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Autor/in: Meike

Bloggerin aus Leidenschaft, Bachelor im Seriengucken, out and proud since 1998. Ich sehe fern und schreibe darüber. Mehr Infos über die Bloggerin und ihren Blog gibt es hier.

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