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Lesetipp: “Wie wir begehren” von Carolin Emcke

Während andere Fußball geguckt haben, hatte ich Zeit, mal wieder ein bisschen zu lesen.

Spätestens seit den tollen “Tolerant? Sind wir selber”-Videos stand Carolin Emckes Buch Wie wir begehren ganz oben auf meiner Leseliste. Darin beschäftigt sie sich mit Fragen rund um die Themen Sexualität, Lust und Begehren:

“Entdecken wir das Begehren oder entdeckt das Begehren uns? Wie frei sind wir, unser Begehren zu leben? Hat es nur eine Form oder ändert es sich, wird tiefer, zarter, radikaler?”

Das klingt anspruchsvoll, und tatsächlich ist es kein Buch, das man schnell mal eben “weglesen” kann.

Dass es sich trotzdem außerordentlich gut lesen lässt, liegt nicht nur an Carolin Emckes klarem und verständlichem Schreibstil, sondern auch daran, dass sie sich dem Thema nicht abstrakt nähert, sondern anhand ihrer eigenen Biografie. Es ist keine philosophische Abhandlung, sondern eine persönliche Geschichte, und die Schilderungen von Erlebnissen und Begegnungen aus ihrer Kindheit bieten Anknüpfungspunkte zum Nachdenken: Wie war das denn bei mir? Welche Parallelen, welche Unterschiede gibt es in meiner eigenen Geschichte? Teile ich ihre Ausführungen, oder sehe ich das anders?

Wer Lust hat, sich mit diesen Themen zu beschäftigen, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Und auch Fußballfans haben jetzt ja wieder ein bisschen mehr Zeit zum Lesen.

Autor/in: Meike

Bloggerin aus Leidenschaft, Bachelor im Seriengucken, out and proud since 1998. Ich sehe fern und schreibe darüber. Mehr Infos über die Bloggerin und ihren Blog gibt es hier.

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