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Serien-Tipp: Lip Service

Irgendjemand schrieb über Lip Service einmal, es sei “The L Word im Regen”.

Das klingt ein wenig negativ und wird der BBC-Serie meines Erachtes nicht gerecht. Sicher, ebenso wie bei The L Word geht es um eine Gruppe lesbischer Frauen, ihren Freundeskreis und ihr Beziehungswirrwarr. Zudem spielt die Serie im schottischen Glasgow, wo es eben eher mal regnet als im sonnigen Los Angeles.

Was die Figuren und Geschichten angeht, hat mir Lip Service jedoch besser gefallen als The L Word. Vielleicht liegt es einfach daran, dass die Lebensumstände einer schottischen Ärztin, Polizistin oder Architektin für Durchschnittseuropäerinnen nachvollziehbarer sind als die einer Promi-Galeristin, Hollywood-Produzentin oder abgedrehten Autorin auf der Überholspur. Die Figuren wirken jedenfalls nicht so glamourös wie Bette Porter & Co., sondern bodenständiger und deutlich weniger abgedreht. Umso bedauerlicher ist es, dass dem Lip Service-Team nicht die Chance gegeben wurde, sie weiterzuentwickeln, denn die BBC hat die Serie inzwischen eingestellt.

Dennoch – wer die insgesamt 12 Folgen in zwei Staffeln bisher noch nicht gesehen hat, dem kann ich sie wärmstens empfehlen. Zum Glück gibt es auch in Deutschland dazu jetzt die Gelegenheit. Die erste Staffel ist im Mai auf DVD erschienen, die zweite erscheint diesen Freitag. Falls ihr also noch nicht wisst, was ihr am Wochenende machen sollt…

Autor/in: Meike

Bloggerin aus Leidenschaft, Bachelor im Seriengucken, out and proud since 1998. Ich sehe fern und schreibe darüber. Mehr Infos über die Bloggerin und ihren Blog gibt es hier.

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