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Der “Rosalie & Co.”-Adventskalender 2021

Wie ich Anfang der Woche in diesem Beitrag angekündigt habe, werde ich Rosalie & Co. zum Jahresende 2021 endgültig schließen. Zum Abschied greife ich aber noch einmal eine alte Tradition auf: Den Adventskalender.

Und so funktioniert es: Wenn ihr unten auf das Banner klickt, kommt ihr zum Kalender. Die Türchen lassen sich erst am jeweiligen Tag öffnen, die Inhalten bleiben dann aber verfügbar.

Bei der Auswahl der Inhalte habe ich mich davon leiten lassen, was im Laufe der Zeit mal Thema bei Rosalie & Co. war oder aber hätte sein können. Es geht also um lesbische, bisexuelle, queere Frauen in den Medien. Wenig überraschend bei einem Serienjunkie wie mir sind das überwiegend Frauenpaare aus Serien. Aber auch der ein oder andere Film ist dabei. Lasst euch überraschen.

Ich wünsche euch viel Spaß und eine – trotz allem – hoffentlich schöne Adventszeit!

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Auf Wiedersehen, “Rosalie & Co.”

Ihr Lieben, es ist soweit. Nach etwas über 11 Jahren schließe ich Rosalie & Co.

Nicht sofort, denn ein wenig Zeit zum Abschiednehmen möchte ich euch und mir noch geben. Dafür werde ich eine Tradition wiederbeleben, die in den vergangenen Jahren ein wenig eingeschlafen ist: Den Adventskalender. Schaut am 1. Dezember wieder vorbei, um Näheres zu erfahren.

Die Zeit mit diesem Blog war manchmal anstrengend, manchmal auch frustrierend, aber überwiegend großartig. Es ist eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte, und ich habe sehr viel gelernt: Über Medien, über das Schreiben, über Fandoms und noch einiges mehr. Und vor allem habe ich sehr viele tolle Menschen getroffen. Aus Online-Kontakten wurden Begegnungen im “realen” Leben und sogar Freundschaften.

Nicht alle Inhalte von Rosalie & Co. werden verschwinden. Eine Auswahl an Blogbeiträgen, die ursprünglich in diesem Blog veröffentlicht wurden, ist schon jetzt hier archiviert und abrufbar:

medienbloggerin – Archiv

Der überwiegende Teil an Beiträgen und sonstigen Inhalten ist jedoch inzwischen veraltet und in der Regel nicht mehr relevant. Sie werden daher voraussichtlich ab dem 30.12.21 nicht mehr verfügbar sein. Ich werde sie aber natürlich nicht löschen, sondern privat archivieren. Wenn ihr also zukünftig einen bestimmten Inhalt vermisst und auch im oben verlinkten Archiv nicht fündig werdet, meldet euch gern per Mail oder in den sozialen Netzwerken. Entsprechende Angaben werden auf dieser Seite verfügbar bleiben.

(Inhalte von Rosalie & Co., Stand Oktober 2014)

Last but not least möchte ich mich bei allen bedanken, die in den vergangenen 11 Jahren hier und beim Ableger-Blog All About Jemma gelesen und kommentiert sowie mich anderweitig unterstützt haben. Das hat mir sehr viel bedeutet.

Herzliche Grüße
Meike
(Bloggerin, “Rosalie & Co.”)

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Neuer Beitrag bei Seriennotizen: Queere Frauenfiguren in deutschen Serien

Bei Seriennotizen habe ich einen längeren Beitrag über queere Frauenfiguren in deutschen Serien geschrieben und war ganz überrascht, dass ich – anders als in früheren Jahren beim selben Thema – hinterher nicht total frustriert war. Denn das sind aktuell gar nicht mal so wenige. Vor allem bei ARD und ZDF hat man anscheinend endlich eingesehen, dass zu ihrem Programmauftrag auch die Darstellung von Vielfalt gehört und dass Vielfalt eben auch die LGBTQ*-Community umfasst.

Zwei Beispiele sind unten aufgeführt. Näheres hierzu sowie Infos zu weiteren Figuren und Frauenpaaren gibt es im Beitrag:

Queere Frauenfiguren in deutschen Serien: Huch, wo kommen die denn plötzlich her?

“SOKO Potsdam”: Bei den Ermittlungen zu einem Mordfall hat Kommissarin Luna Kunath (Caroline Erikson, rechts) eine alte Bekannte wiedergetroffen. Mit Lydia (Kristin Suckow) hat sie offenbar mehr verbunden als nur Freundschaft und die alten Gefühle flammen schnell wieder auf.

“In aller Freundschaft”: Schwester Miriam (Christina Petersen, rechts) hat in der Klinik die Sportlehrerin Rieke (Liza Tschirner) kennengelernt. Zwischen den beiden knistert es gewaltig. Da gibt es nur ein Problem: Rieke hat bereits eine Freundin…

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GZSZ: Anni ist mal eben Schrippen holen

5 Jahre lang war Linda Marlen Runge als Anni Brehme Teil des GZSZ-Ensembles. Ende August ist sie ausgestiegen. Das ist nicht nur für die Sichtbarkeit queerer Frauen in deutschen Serien schade, sondern auch wegen der Figur Anni an sich.

Sie hat den Kolle-Kiez 5 Jahre lang ganz schön aufgemischt: Anni (Linda Marlen Runge) (Quelle: RTL)

“Wo geht denn Anni hin?” fragt Jule Tuner, als sie ihre Halbschwester das Festivalgelände verlassen sieht, auf dem sie mit ihren WG-Mitbewohner*innen in der Nacht davor gefeiert hat.

“Schrippen holen.”

Und damit ist sie verschwunden, die Anni Brehme. Auf zu neuen Abenteuern, mit Gitarre, aber ohne Handy. Es ist ein passender Abgang für die Figur, deren Freiheitsliebe schon immer ein prägendes Charaktermerkmal war und sogar ihrer großen Liebe im Weg stand. Und es ist auch nicht unbedingt ein Abschied für immer. Vielleicht steht Anni in einigen Monaten oder Jahren tatsächlich mit Schrippen vor der WG-Tür. Jedenfalls hat Darstellerin Linda Marlen Runge eine Rückkehr der Figur nicht ausgeschlossen.

Erst einmal müssen der Kolle-Kiez, die GZSZ-Fangemeinde und die deutsche Serienlandschaft aber ohne Anni auskommen. Und das finde ich durchaus schade.

Als die Figur vor 5 Jahren angekündigt wurde, war ich zunächst einmal skeptisch. “Lesbisch, tough, tätowiert” lautete die klischeebeladene Überschrift des Artikels, in dem ich zum ersten Mal von Anni las. Auch die Andeutung, dass sich zwischen ihr und einer der etablierten Figuren eine Liebesgeschichte entwickeln würde, stimmte mich nicht zuversichtlich, deutete doch alles auf eine der bekannten, sich häufig quälend lang hinziehenden “Lesbe verzehrt sich nach Hetera”-Storyline hin, womöglich noch als Dreiecksgeschichte, weil die Hetera noch in einer Beziehung mit einem Mann ist.

Die GZSZ-Autor*innen schafften es jedoch von Anfang an, mein Interesse an der Figur zu wecken. Denn Anni war mehr als ein wandelndes Klischee. Auf den ersten Blick unkonventionell, locker und schlagfertig, aber mit durchaus konservativen Vorstellungen, was das WG-Leben angeht: Mietvertrag, eigenes Kühlschrankfach, Putzplan – Ordnung muss sein. Anni entpuppte sie sich als komplexe Figur, selbstbewusst und smart, aber auch mit Schwächen, Ecken und Kanten.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Anni und Jasmin, die sich im Laufe des ersten Jahres entwickelte, habe ich durchaus gern gesehen und hier im Blog begleitet. Zwar wurde es tatsächlich die befürchtete “Lesbe verzehrt sich nach Hetera”-Storyline, bei der die Hetera immer wieder betont, dass sie eben nicht auf Frauen steht. Aber immerhin wurde die Dreiecksgeschichte vermieden. Und alles in allem hatte die Geschichte immer wieder eine gewisse Leichtigkeit und großen Unterhaltungswert, was vor allem auch an den beiden Darstellerinnen lag. Linda Marlen Runge und Janina Uhse machten dabei nicht nur vor der Kamera deutlich, wie wichtig ihnen diese Geschichte war und wie sehr sie hinter ihr standen, sondern wurden auch hinter der Kamera zu ihren größten Promoterinnen. Sie bekamen sogar einen eigenen Fan-Namen: In der Serie waren sie “JasAnni”, als Darstellerinnen “Ruhse”.

Doch GZSZ ist nun einmal eine Soap, und so nahm ihre Geschichte einen etwas schrägen Verlauf – leider. Ein langes Liebesglück war ihnen jedenfalls nicht vergönnt. Schon nach wenigen Monaten kriselte es und nachdem der Versuch, eine offene Beziehung zu führen, um Annis Freiheitsliebe entgegenzukommen, scheiterte, war die Trennung unvermeidlich. Es wurde jedoch auch danach immer wieder deutlich, wie viel die beiden einander bedeuten, selbst wenn es letztlich – trotz eines kurzen Liebes-Revivals im vergangenen Jahr – kein Happy End für die beiden gab, bevor “Jasmin” Janina Uhse die Serie verließ.

Und noch etwas wurde stringent erzählt: Dass Anni wirklich, tatsächlich, überhaupt kein Interesse an Männern hat, nicht einmal, wenn sie betrunken ist. Anni ist damit eine der wenigen Frauenfiguren im deutschen TV, die nicht nur von Anfang an, sondern auch durchgängig ohne Wenn und Aber lesbisch sein durfte.

In ihrer Abschiedsfolge begründet Anni ihren Entschluss, Berlin vorerst den Rücken kehren zu wollen, gegenüber ihrem Freund Tuner damit, dass sie sich schon so lange im Kreis drehen würde. Ich fand das für die Figur eine ganz passende Beschreibung, denn ich hatte das Gefühl, dass den Autor*innen für Anni nicht mehr viel an Entwicklungsmöglichkeiten eingefallen ist. Insbesondere auch die beiden Liebesgeschichten, die nach der Trennung von Jasmin noch mit ihr erzählt wurden – mit der Bankerin Rosa und Jasmins Mutter (!) Katrin – waren jeweils nur von kurzer Dauer und wurden allerhöchstens angerissen. Vielleicht ist es deshalb gar nicht schlecht, wenn die Figur eine Pause einlegt, damit sie, sollte es irgendwann ein Comeback geben, mit frischen Storys im Gepäck zurückkehren kann.

Bis dahin heißt es erst einmal: Auf Wiedersehen, Anni! Und vielen Dank an Linda Marlen Runge, dass sie Anni in den vergangenen fünf Jahren so wunderbar mit Leben erfüllt hat.

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Seriennotizen über “One Day at a Time”, “The Bold Type”, “Wynonna Earp” & mehr

Vor einigen Monaten habe ich in diesem Beitrag geschrieben, dass ich mich beim Bloggen derzeit mehr auf die Seriennotizen, meinen neuen Serienblog, konzentriere, dass ich dort aber natürlich auch weiterhin über queere Frauenfiguren und lesbische Liebesgeschichten in Serien schreiben würde.

Gesagt, getan. Seit letztem Jahr habe ich u.a. über die wunderbare Coming-out-Geschichte in der Netflix-Sitcom One Day at a Time geschrieben sowie darüber, was ich an der Serie The Bold Type toll finde, wozu auch die Liebesgeschichte zwischen Kat & Adena gehört. Außerdem habe ich von Wynonna Earp geschwärmt, was natürlich nicht ging, ohne “WayHaught” zu erwähnen. Und auch in meiner Vorschau auf das Serienjahr 2018 geht es u.a. um Serien, in denen es Liebesgeschichten zwischen Frauen gibt, wie z.B. Legends of Tomorrow, Supergirl und Sense8.

Hier sind die Links:

Elena Alvarez (Isabella Gomez, links) outet sich bei ihrer Mutter Penelope (Justina Machado) in “One Day at a Time” (Quelle: Netflix)

Über deutsche Serien mit lesbischen Liebesgeschichten gibt bisher noch keine Seriennotizen, ganz einfach weil sie so unglaublich rar gesät sind. Zu finden sind sie derzeit nur in der Lindenstraße – wo sonst? – und vielleicht demnächst mal wieder bei GZSZ, denn Anni hat sich verguckt. Und ab Mai ermitteln im Ersten wieder die Rentnercops und strapazieren die Nerven ihrer Chefin Vicky Adam. Die waren am Schluss der letzten Staffel besonders angespannt, weil ihre Frau gerade schwanger ist. Hoffentlich ist davon in den neuen Folgen ein bisschen mehr zu sehen. Zumindest einen Namen dürfte man ihrer Frau gern mal geben.

Über welche Serie(n) sollte ich eurer Meinung nach denn unbedingt mal etwas schreiben? Schreibt es gern in die Kommentare.

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Lesben in Serie (Oktober 2017): Deutsche Serien, Supergirl, Grey’s Anatomy und mehr

Beim Thema frauenliebende Frauen in deutschen Serien sieht es immer noch eher düster aus, ebenso wie wohl leider für “Sanvers”, das Frauenpaar in der Serie “Supergirl”. Besser läuft es dagegen u.a. für Arizona Robbins in “Grey’s Anatomy” sowie Schauspielerin Samira Wiley.

Frauenliebende Frauen in deutschen Serien

In den vergangenen Jahren habe ich im Oktober immer einen Blick auf frauenliebende Frauen in deutschen Serien geworfen. Das war letztes Jahr schon so unerfreulich, dass ich mir meinen Frust darüber von der Seele schreiben musste. Ein Gutes hatte dieser Frustbeitrag damals. Nein, er hat nicht dazu beigetragen, dass sich wirklich etwas verbessert hat. Aber er hat mir die Möglichkeit verschafft, einen Gastbeitrag über die unbefriedigende Sichtbarkeit von LGBTQI* in deutschen Fernsehserien für die taz zu schreiben und das Thema damit in eine breitere Öffentlichkeit zu bringen: Kolumne Couchreporter: Ausgerechnet “GZSZ” glänzt

Auch in diesem Jahr habe ich wieder darüber nachgedacht, einen entsprechenden Blogbeitrag zu schreiben, es dann aber lieber doch gelassen. Auch meine Frustrationstoleranz hat halt Grenzen. Hier daher nur eine Zusammenfassung:

  • Bei GZSZ ist die Liebe zwischen Anni und Jasmin für kurze Zeit wieder aufgeflammt. Anni musste jedoch irgendwann einsehen, dass Jasmin nicht nur ihr, sondern vor allem sich selbst etwas vorgemacht hat, weil sie Angst hatte, den ihr angebotenen Traumjob in New York anzunehmen. Schweren Herzens hat Anni daher Jasmin dazu gedrängt, sich von ihr zu trennen und nach New York zu gehen – was Jasmin schließlich auch getan hat. Anni hat in der Folgezeit versucht, ihren Liebeskummer mit möglichst vielen nichtssagenden Bettgeschichten zu bekämpfen. Eine potenzielle neue Liebe ist noch nicht am Horizont aufgetaucht. Immerhin: Am Ende der Beziehung waren beide Frauen noch am Leben und keine hat die andere mit einem Mann betrogen.
  • In die tiefsten Tiefen der Klischeekiste hat dagegen die ARD-Serie Charité gegriffen. Hier hat die lesbische Figur das Ende der ersten Staffel leider nicht erlebt. Serienfan Lied hat hierzu einen langen offenen Brief geschrieben: Die Existenz und das Sterben von Therese
  • Nicht ganz so tief, aber schlimm genug war der Klischeekistengriff bei Familie Dr. Kleist, Bettys Diagnose und SOKO Stuttgart, wo wahlweise dem in seine beste Freundin verknallten Teenager geraten wurde, es doch noch einmal mit einenm Jungen zu versuchen (Familie Dr. Kleist), die in eine Frau verliebte Ärztin nach Zurückweisung zur fiesen Intrigantin wurde (Bettys Diagnose) oder ein von Fans ersehntes Wiedersehen mit einer “Wir bleiben irgendwie Freundinnen”-Erklärung endete (SOKO Stuttgart). Wieder eine lesbische Frau, die irgendwie letztlich nur dazu diente, eine Hetero-Ehe zu retten, juhu. Und bravo, Social Media-Team von SOKO Stuttgart, das immer schön die Hoffnung der Fans angestachelt hatte, dass da doch noch was geht zwischen Martina und Paula: Das war „Queerbaiting“ at its best.
  • Den Verantwortlichen für den Schweizer Tatort ist eingefallen, dass ihre Kommissarin Liz Ritschard schon einige Male Frauen geküsst hat und offiziell als lesbisch gilt. Aber während sich in den vergangenen Folgen ziemlich viel um das Liebesleben des Kommissars drehte, wollte man es bei Liz wohl nicht gleich übertreiben. Eine Bemerkung zu einer Kollegin und ein züchtiger Kuss nach Feierabend war alles, was vom Liebesleben der Kommissarin in der vor Kurzem ausgestrahlten Folge zu sehen war. Gleichberechtigung geht anders. *seufz*
  • Und dann war da noch Zarah, die Serie über eine Frauenrechtlerin und Journalistin, die in den 1970er Jahren die männerdominierte Redaktion eines deutschen Nachrichtenmagazins aufmischt. Im Laufe der Serie verliebt sich Zarah in Jenny, die Tochter des Verlegers, und beginnt eine Beziehung mit ihr. Ob es ihnen nun aufgefallen ist oder nicht: Zarah dürfte damit die erste queere Titelfigur einer ZDF-Serie gewesen sein. Ich schreibe dies bewusst in der Vergangenheit, da aufgrund der schlechten Quoten mit einer Fortsetzung wohl nicht zu rechnen ist. Ich habe meine Eindrücke von der ersten Folge hier notiert und werde sicher auch über die Serie insgesamt noch etwas schreiben, sobald ich sie zu Ende gesehen habe.

    Zwischen Zarah (Claudia Eisinger, l.) und Verlegertochter Jenny (Svenja Jung, r.) entwickelt sich mehr als Freundschaft (Bild: ZDF/Georges Pauly)

Supergirl: Was wird aus “Sanvers”? (Spoiler Staffel 3)

Oh-oh: Nachdem Staffel 2 von Supergirl mit einem Heiratsantrag von Alex an Maggie endete, den diese mit einem Lächeln beantwortete, hofften viele Fans schon auf viele weitere romantische “Sanvers”-Szenen in Staffel 3. Leider wurde kurz nach dem Staffelfinale bekannt, dass “Maggie” Floriana Lima in Staffel 3 kein feste Darstellerin mehr sein, sondern nur Gastauftritte haben würde. In den ersten neuen Folgen, die seit Anfang Oktober ausgestrahlt werden, ist sie zwar noch dabei, doch am Horizont zeigen sich bereits die ersten dunklen Wolken. Und spätestens seit “Alex” Chyler Leigh vor einigen Tagen einen etwas deprimierenden Instagram-Post veröffentlicht hat, in dem es kryptisch um anstehende “Veränderungen” geht, dürfte klar sein, dass es für die beiden nicht gut aussieht. Wirklich schade.

Grey’s Anatomy: Arizona im (LIebes-)Glück? (Spoiler Staffel 13,14)

Besser als bei Alex Danvers läuft es dagegen bei Arizona Robbins. Zwar hat ihre noch ganz frische Beziehung mit Eliza Minnick am Ende von Staffel 13 einen massiven Dämpfer erhalten, als Bailey Minnick gefeuert hat. Daraufhin ist Minnick ohne ein Wort aus Arizonas Leben verschwunden. Doch Arizona hat schnell Trost gefunden in den Armen der Italienerin Carina, Schwester von Arizonas Untermieter Andrew und ebenfalls Ärztin. Und nun sieht es sogar so aus, als würde Arizonas Tochter Sofia, die derzeit bei ihrer anderen Mutter Callie und deren neuen Partnerin Penny in New York lebt, zurück nach Seattle kommen.

Arizona Robbins ist eine Figur, deren Bedeutung für die Sichtbarkeit von lesbischen Frauen in Serien leicht übersehen wird, vielleicht weil sie inzwischen so selbstverständlich ist. Und das ist genau das Tolle: Dass Arizona Frauen liebt, ist keine große Sache, sondern eine Tatsache, über die nicht mehr groß gesprochen werden muss. Ihre Beziehungen werden genauso behandelt wie alle Hetero-Beziehungen. Und das Wichtigste: Sie lebt. Bei all den vielen Todesfällen in den vergangenen Staffeln hat die Lesbe überlebt. Das kann man den Verantwortlichen von Grey’s Anatomy gar nicht hoch genug anrechnen.

News, die irgendwie mit Samira Wiley zusammenhängen

Viel Positives gibt es derzeit auch über und im Zusammenhang mit Schauspielerin Samira Wiley zu berichten. Ihr Ausstieg aus Orange Is the New Black hat ihrer Karriere jedenfalls nicht geschadet, im Gegenteil. Für ihre Rolle in der Serie The Handmaid’s Tale wurde sie in diesem Jahr für einen Emmy nominiert. Von der Serie wird gerade Staffel 2 gedreht, in der übrigens – die ebenfalls offen lesbische – Clea DuVall mitspielen wird. Außerdem spielt Samira eine Hauptrolle in der gerade angelaufenen Serie Ryan Hansen Solves Crime on Television. Die ersten beiden Folgen sind frei auf YouTube verfügbar, reinschauen lohnt sich. Privat ist Wiley seit März 2017 mit der OITNB-Autorin Lauren Morelli verheiratet. Wer wissen möchte, wie die beiden leben, kann hier einen Eindruck davon bekommen: Newlyweds Samira Wiley and Lauren Morelli Take AD Inside Their First Home Together

Last but not least:
  • Seit Ende der Woche ist “The Carmilla Movie” online verfügbar. Für die Webserie Carmilla, auf der der Film beruht, hatte ich in diesem Blogbeitrag schon einmal Werbung gemacht. Und über den Film werde ich sehr wahrscheinlich auch etwas schreiben – sobald ich ihn gesehen habe. 😉
  • Weiter oben war schon von Grey’s Anatomy und “Calzona” die Rede. “Callie”-Darstellerin Sara Ramirez hat kürzlich bei vielen Fans für einen deutlich erhöhten Pulsschlag sowie Schnappatmung gesorgt, als sie bei Twitter ein Foto von ihrer neuen Rolle in der Serie Madame Secretary veröffentlicht hat.
  • Ich habe neulich die zweite Staffel der Serie One Mississippi von und mit Tig Notaro “gebinged” und war sehr begeistert. Meinen Blogbeitrag dazu gibt’s hier: “Serientipp: One Mississippi”
  • Von der Webserie Out With Dad wurde nach längerer Zeit mal wieder eine neue Folge freigeschaltet: 4.18 “Without Regret”
  • Auch nach über 6 Jahren ist “Jemma” nicht vergessen. Es gibt einen aktuellen Artikel über das Paar Jenny & Emma aus der deutschen Soap Hand aufs Herz. Leider ist der Artikel bei AfterEllen erschienen, eine Seite, die ich aufgrund des Umgangs mit ehemaligen Autorinnen nicht mehr unterstütze. Insofern gibt es hier nur den Hinweis, aber keinen Link.

Gibt es weitere Seriennews, die aus eurer Sicht berichtenswert wären? Dann schreibt sie gern in die Kommentare.