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Hallo und herzlich Willkommen bei Rosalie & Co., einer Infoseite über frauenliebende Frauen in Film, Fernsehen und den sonstigen Medien.

Was ist “Rosalie & Co.”

Das Ziel dieser Seite ist es, Wissenswertes über lesbische Figuren und Handlungsstränge in Filmen, Fernseh- und Webserien, über lesbische und bisexuelle Frauen in der Öffentlichkeit (sog. “Celesbians”) sowie allgemein über die Wahrnehmung und Darstellung von Frauenliebe in den Massen- und Unterhaltungsmedien zusammenzutragen.

Dabei soll der Fokus insbesondere auf positiven Beispielen liegen und darauf, was in Sachen Sichtbarkeit in den letzten Jahren bereits alles erreicht werden konnte. Natürlich sind kritische Äußerungen erlaubt, denn wir alle wissen, dass die Darstellung lesbischer und bisexueller Frauen in den Massenmedien durchaus noch verbesserungswürdig ist. Mir persönlich macht es aber mehr Spaß, über Filme, Serien und Artikel zu schreiben und zu lesen, die wohltuend ausgewogen und klischeefrei sind, denn auch die gab und gibt es.

Was mich zur Antwort auf die Frage bringt, die sich wohl inzwischen so manche gestellt hat:

Rosalie? Wer ist eigentlich Rosalie?

Rosalie Butzke (Sandra Borgmann)

“Rosalie, oh Rosalie…”

So lautete die Überschrift eines Artikels von mir, der letztes Jahr im Hamburg Pride Magazin veröffentlicht wurde. (Einen Scan davon findet ihr am Ende dieser Seite.) Darin schrieb ich über die Darstellung und Wahrnehmung lesbischer Frauen in den Medien, und wie sehr diese noch immer durch Klischees geprägt ist. Dementsprechend lautete der Untertitel des Artikels auch “In der Klischeefalle”.

Als eines der wenigen Beispiele für ein realistisches, sympathisches und insbesondere wohltuend klischeefreies Bild einer lesbischen Frau diente mir in diesem Artikel Rosalie Butzke, eine toughe Dame mit großer Berliner Schnauze, aber dem Herz auf dem rechten Fleck und vorübergehend eine der Hauptfiguren der Serie “Berlin Berlin”. Dass Rosalie Frauen liebte, wurde von Anfang an klargestellt, und zwar ohne dramatisches Coming Out, dafür mit einem herrlich amüsanten Schlagabtausch, in deren Verlauf Rosalie und ihre (später) beste Freundin Lolle sich gegenseitig immer wieder als „Landei“ und „Lesbe“ beschimpften.

Wie „Shane“ aus „The L Word“ flirtete sich Rosalie durch die Gegend, schleppte reihenweise Damen ab, verliebte sich und ließ sich das Herz brechen, um schließlich doch wieder loszuziehen auf der Suche nach dem großen Glück. Kinder, Samenspender, Sex mit Männern oder eines der sonst üblichen Klischees? Für Rosalie kein Thema.

Leider verließ Schauspielerin Sandra Borgmann nach nur einer Staffel die Serie, und damit hieß es, Abschied von Rosalie zu nehmen. Aber vielleicht hatte das auch sein Gutes, denn so bestand zumindest niemals die Gefahr, dass die Originalität und Einzigartigkeit der Figur dem Quotendruck, einer etwaigen Ideenlosigkeit der Autoren oder sonstigen Widrigkeiten der deutschen Fernsehlandschaft zum Opfer fällt.

In den letzten Jahren gab es immer mal wieder Figuren wie Rosalie – selbstbewusste lesbische Frauen, bei denen ihre Sexualität nicht im Vordergrund steht, sondern ein natürlicher Teil von ihnen ist und die einfach sind, wie sie sind. Arizona Robbins (Grey’s Anatomy), Bette Porter (The L Word), aber auch Carla von Lahnstein (Verbotene Liebe) gehören für mich in diese Kategorie. Daneben stehen auch immer mehr prominente Frauen selbstbewusst dazu, dass sie Frauen im Allgemeinen oder eine Frau im Speziellen lieben – Anne Will, Dunja Hayali, aber auch Nationaltorhüterin Ursula Holl, um nur einige davon zu nennen.

Nicht nur, aber vor allem über Frauen wie sie – über “Rosalie & Co.” – möchte ich auf dieser Seite schreiben und lesen, und ich hoffe, dass ihr dabei seid.

Viele Grüße
MeL (Gründerin, Bloggerin, Moderatorin und Mädchen für alles)

Mein Artikel für das Pride Magazin 2009: