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Film- & Serientipps Spezial: Alles außer Fußball

Ein Hinweis in eigener Sache, insbesondere für die Fußballmuffel unter euch: Während der EM poste ich auf Facebook und Tumblr regelmäßig Film- und Serientipps, sozusagen als Alternative zu „König Fußball“. Natürlich sind da auch so einige Filme und Serien mit lesbischen und bisexuellen Frauenfiguren und Liebesgeschichten zwischen Frauen dabei. Auf diese Tipps werde ich jeweils hier verlinken, mit einer kurzen Erläuterung, warum der Film bzw. die Serie für Rosalie & Co. relevant ist.

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Filmtipps:

  • Carol
    Eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen in den USA Anfang der 1950er Jahre, mit Cate Blanchett und Rooney Mara in den Hauptrollen; sehr wahrscheinlich der neue ultimative Lesben-Kultfilm.
  • Frozen (Die Eiskönigin – Völlig unverfroren)
    Ausdrücklich lesbisch oder bisexuell ist zwar keine der Figuren, aber die Geschichte, die Königin Elsa, eine der Hauptfiguren, in dem Film durchläuft, weist viele Parallelen zu einem Coming-out auf. Unter dem Hashtag #GiveElsaAGirlfriend wird in den sozialen Netzwerken deshalb auch gefordert, dass Elsa in der Fortsetzung eine Freundin haben soll.
  • Grandma
    Lily Tomlin spielt die lesbische Elle, die ihrer Enkeltochter in einer Notsituation zur Seite steht.
  • Schöne Frauen
    Unter den fünf Schauspielerinnen, um die es in dem Film geht, ist auch die lesbische Geno, die es nicht schafft, sich von ihrer Freundin zu trennen. Außerdem entwickeln sich zwischen zwei anderen Frauen mehr als freundschaftliche Gefühle.
  • BFFs
    Eigentlich wollten die Freundinnen Kat und Sam nur so tun, als seien sie ein Paar. Doch aus Spaß wird ernst und bald steht die Frage im Raum, ob sie nicht doch mehr füreinander sind als „nur“ Freundinnen.

Serientipps

  • Being Erica
    Hauptfigur Erica ist zwar hetero, bandelt in einer Folge jedoch kurz mit ihrer Nachbarin, der lesbischen Kennedy an. Kennedy, die von Lost Girl Anna Silk gespielt wird, hat auch später noch weitere Gastauftritte. Außerdem in einer Gastrolle dabei: Tatiana Maslany, die in Orphan Black u.a. die lesbische Cosima spielt.
  • Warehouse 13
    Eine ab Staffel 2 wiederkehrende Rolle ist die der Helena alias H.G. Wells. Obwohl sie aus dem 19 Jahrhundert stammt, macht Helena keinen Hehl daraus, bisexuell zu sein. Sie versteht sich besonders gut mit der Secret Service-Agentin Myka und es wird angedeutet, dass die beiden mehr füreinander empfinden als Freundschaft.
  • Call the Midwife
    Gegen Ende von Staffel 3 wird Hebamme Patsy als eine neue Hauptfigur eingeführt. Bereits sehr früh wird angedeutet, dass Patsy nicht auf Männer steht, als sie eine eifersüchtige Kollegin mit folgenden Worten beruhigt: „Tom is not my type. At all. … There are certain things he lacks and certain things he has too much of – for me.“ Tatsächlich stellt sich in Staffel 4 heraus, dass Patsy eine Beziehung mit der Krankenschwester Delia hat, die sie aber – die Serie spielt Anfang der 1960er Jahre – nicht offen leben können.
  • Orange Is the New Black
    Alex, Piper, Poussey, Big Boo, Nicky, Sophia u.v.m. – lesbisch, bi, trans, die Figurenvielfalt in OITNB ist tatsächlich bunt wie der Regenbogen.
  • Doctor Who
    Zum Freundeskreis des Doktors zählen auch Vastra, die der Spezies der Silurianer angehört, und Jenny, eine menschliche Frau. Obwohl sie im London des späten 19. Jahrhunderts leben, sind sie verheiratet. River Song, die Frau des Doktors, ist bisexuell und war – außer mit dem Doktor und einigen anderen Männern – auch mit Frauen verheiratet. Im Laufe der Serie tauchen in einzelnen Episoden zudem weitere lesbische und bisexuelle Frauenfiguren auf.
  • Mord mit Aussicht
    In Staffel 1 verguckt sich Polizistin Bärbel in die Schreinerin Mathilde. Mehr als Knutschen passiert allerdings nicht (obwohl Bärbel nicht abgeneigt gewesen wäre), da Mathilde „auf der Walz“ und daher nur für kurze Zeit in Hengasch ist. Leider wurde der Aspekt, dass Bärbel auch für Frauen offen ist, danach nicht wieder thematisiert, sondern Bärbel im Gegenteil vehement auf hetero getrimmt.
  • The Good Wife
    Kalinda Sharma, private Ermittlerin und eine Zeit lang eine der wichtigsten Verbündeten und gute Freundin für Hauptfigur Alicia Florrick, verführt sowohl Männer als auch Frauen, um an benötigte Informationen zu kommen.
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Programmhinweise: „Die Tote aus der Schlucht“ und „Brief an mein Leben“

Heute und morgen Abend laufen im ZDF bzw. beim Ableger ZDFneo gleich zwei Filme mit lesbischen Hauptfiguren.

Die Tote aus der Schlucht, 24.04.16, 23:20 Uhr, ZDFneo

Kommissarin Susanne Landauer ermittelt in ihrem Heimatort im Todesfall einer Frau, die jahrelang in einer psychiatrischen Klinik gelebt hatte und die, wie sich herausstellt, Susannes biologische Mutter war. Unterstützt wird sie dabei unter anderem von ihrer Lebensgefährtin, der Gerichtsmedizinerin Isabell.

Dieser Film, der 2015 schon einmal im ZDF lief, ist eigentlich nur durchschnittliche Krimikost mit einem nicht sonderlich spannenden, dafür aber reichlich konstruierten Fall und einer, zumindest was den Täter angeht, vorhersehbaren Auflösung. Was den Film jedoch sehenswert macht ist das Frauenpärchen Susanne und Isabell. Diesen beiden dürfte das ZDF gern noch weitere Fälle spendieren.

Susanne (Rosalie Thomass, rechts) wird bei der Auflösung des Falls von ihrer Lebensgefährtin Isabell (Lavinia Wilson) unterstützt (Bild: ZDF/Arvid Uhlig)

„Die Tote aus der Schlucht“: Susanne (Rosalie Thomass, rechts) wird bei der Auflösung des Falls von ihrer Lebensgefährtin Isabell (Lavinia Wilson) unterstützt (Bild: ZDF/Arvid Uhlig)

Brief an mein Leben, 25.04.16, 20:15 Uhr, ZDF

Die vielbeschäftigte Karrierefrau Toni ignoriert die Warnsignale ihres Körpers, bis dieser die Notbremse zieht: Burnout. In einer Klink will Toni schnell wieder gesund werden, muss jedoch bald einsehen, dass es so nicht funktioniert. Nach und nach lässt sie sich auf die Therapie und Erinnerungen, die in diesem Zusammenhang in ihr hochkommen, ein, um den Ursachen für ihren Zusammenbruch auf den Grund zu gehen.

Brief an mein Leben basiert auf dem gleichnamigen Buch von Miriam Meckel, weicht jedoch in vielen Aspekten von der Vorlage ab. Beibehalten wurde jedoch, dass Toni, die Hauptfigur, eine Lebensgefährtin hat, die im Film sogar eine größere Rolle spielt als im Buch. Einen ausführlicheren Beitrag über den sehr sehenswerten Film mit Marie Bäumer in der Hauptrolle habe ich hier veröffentlicht:

TV-Tipp: „Brief an mein Leben“ | medienbloggerin

Maria (Christina Hecke, links) genießt die Zeit mit Toni (Marie Bäumer) (Bild: ZDF/Conny Klein)

„Brief an mein Leben“: Maria (Christina Hecke, links) genießt die Zeit mit Toni (Marie Bäumer) (Bild: ZDF/Conny Klein)

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Anni & Jasmin on GZSZ: It’s complicated

What’s going on with Anni & Jasmin on GZSZ? A brief recap of what happened with the couple in the past year and the status of their relationship.

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Jasmin (Janina Uhse, left) and Anni (Linda Marlen Runge): Can they ever be „just friends“?

Two years ago to the day, I published my first English blog post about Anni & Jasmin, two characters on the German soap opera Gute Zeiten, schlechte Zeiten (GZSZ) who had fallen in love but, by then, were still struggling with their feelings for each other.

When I revisited their storyline in this blog post last year, Anni & Jasmin had become one of the most popular couples on the show, with an international fandom that was thriving. Even though their relationship was in trouble, it felt like there was still a chance that they could make it, or at least I very much hoped so. In the last paragraph of that post, I wrote:

„I hope that a year from now, I will be back to write about them again: how they managed to make their relationship work and are still going strong. It’d be nice to have them on our TV (and/or computer) screens for a little longer.“

Well, it’s a year later and I’m back. Both Anni and Jasmin are still part of the show and therefore still on our TV and computer screens, which means I can still write about them. But unfortunately, the writers had different plans for them than I had hoped for.

Anni and Jasmin couldn’t make their relationship work and eventually broke up. The way Anni was portrayed during the time they were struggling – pushing for an open relationship, going out with other women, not being considerate about Jasmin’s feelings and how much her girlfriend was suffering – made a lot of fans mad as they felt the way Anni acted was out of character. In fact, even I was confused about the turn the storyline took and a little worried that, after two years of carefully establishing Anni as a complex and interesting character and creating a beautiful love story between two women, the writers would now revert to clichés and stereotypes. I literally flinched when, during a heated argument, they had Jasmin say that her relationship with Anni was just a phase. Jasmin later apologized and made it clear that she was in love with Anni, but still.

Then Jasmin started dating a man – yep, cliché – and Anni became jealous, clashing with Jasmin’s new boyfriend Frederic more than once. But my concern that it would play into some people’s belief that a woman is naturally much better off in a relationship with a man than with a woman and make Anni look like she’s just a sore loser who cannot accept the natural order of things soon resolved itself. Part of it was the writing. To give the writers credit, I don’t recall them even hinting at that. But it was mostly the development of the storyline. Because Frederic turned out to be Jasmin’s biological father.

To be honest, I’m not a big fan of the „I’m your (long-lost) father/mother/brother/sister“-storylines that are typical for most soap operas and telenovelas. And this storyline in particular had way too many plot holes and was dragged out for too long for my taste. But what I do like is how the development brought Anni and Jasmin closer together again. When the truth was finally revealed and Jasmin was devastated, it was Anni who was there for her. She took care of Jasmin, offered her a shoulder to cry on and helped her through the difficult time. It became obvious how much Jasmin still meant to Anni, but also how important Anni still was to Jasmin, that she was someone she trusted and relied on when things went south.

So, are they heading towards a reunion? It almost looked that way a few weeks ago when, after a night out partying with friends, Anni and Jasmin kissed. But although my romantic heart is rooting for them to be together again at one point and I hate to see Anni being lovesick, even I think that it would be too early and I was more than okay with how the situation was resolved: With the two of them eventually talking about it, Anni admitting to Jasmin that her feelings for her were back, if they had ever gone away, and the two of them handling it like adults and trying to find a way to save their friendship.

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Anni still has feelings for Jasmin

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After a night out, Anni and Jasmin kiss

To sum up, I wasn’t quite happy with how Anni & Jasmin’s storyline developed this past year and I was even ready to stop watching a few times, but by now, I’m optimistic again and I will stay tuned. There’s a big storyline coming up that involves not only both Anni and Jasmin, but also a lot of other members of the cast. Plus, there’s going to be a guest appearance by an actress who I like a lot, but unfortunately haven’t seen in any new roles on TV in ages, which is why I’m very excited about that. I don’t want to give away too much, but if you know who my favorite couple on Hinter Gittern was, you might be able to figure out who it is. 😉

Links:

Screencaps: Rosalie & Co.

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Hinweis zur neuen Staffel von „Die Chefin“

An diesem Freitag startet im ZDF die neue Staffel der Serie Die Chefin. In den letzten Jahren habe ich auf meinen Social Media-Kanälen dafür immer Werbung gemacht, weil mir die Serie grundsätzlich gefällt, u.a. wegen der Figur Heike, Gerichtsmedizinerin, beste Freundin der Hauptfigur und seit der ersten Staffel offen und selbstbewusst lesbisch.

In diesem Jahr kann ich die Empfehlung leider nicht uneingeschränkt aufrecht erhalten, sondern möchte im Gegenteil denjenigen von euch, die die Serie insbesondere wegen Heike sehen, raten, vorab die Vorschau für die Folge Albtraum, die am Freitag gezeigt wird, zu lesen und dann zu entscheiden, ob ihr euch das antun wollte. Gerade wer angesichts der aktuellen Entwicklungen in US-Serien die Schnauze voll davon hat zu sehen, wie lesbische Figuren zu Opfern von Gewalttaten werden, sollte sich diese Folge besser sparen.

Link:

Die Chefin – „Albtraum“ | ZDF.de

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Filmtipp: „Freeheld“

In „Freeheld“ spielen Julianne Moore und Ellen Page ein lesbisches Paar, das für gleiche Rechte kämpft. Neben einer berührenden Liebesgeschichte erzählt der Film von einem wichtigen Moment im Kampf für die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare in den USA. Sehenswert!

Julianne Moore und Ellen Page als Laurel und Stacie in "Freeheld" (Bild: Universum Film)

Julianne Moore und Ellen Page als Laurel und Stacie in „Freeheld“ (Bild: Universum Film)

In dieser Woche kommt der Film Freeheld – endlich! – in die deutschen Kinos. Die großartige Julianne Moore spielt in dem Drama die Polizistin Laurel, die an Lungenkrebs erkrankt und darum kämpft, ihre Pensionsansprüche auf ihre Lebenspartnerin Stacie, gespielt von der nicht weniger großartigen Ellen Page, übertragen zu dürfen. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit, dem Kampf von Laurel Hester und Stacie Andree mit dem sogenannten „board of chosen freeholders“, der 2005/2006 in Ocean County, New Jersey ausgetragen wurde. Der Sieg von Hester und Andree über das Gremium gilt als ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare in den USA.

Freeheld erzählt zunächst die Liebesgeschichte von Laurel und Stacie. Die beiden Frauen lernen sich beim gemeinsamen Volleyballspielen kennen. Schon beim ersten Date wird deutlich, dass eine Beziehung mit der fast 20 Jahre älteren Laurel für Stacie mit einigen Opfern verbunden sein wird, und das nicht primär wegen des Altersunterschieds. Laurel ist sehr darauf bedacht, ihr Privatleben geheim zu halten aus Angst, sonst ihre Karriere als Polizistin zu gefährden und stößt Stacie damit ein ums andere Mal vor den Kopf. Dennoch schaffen sie es, sich ein gemeinsames Leben einzurichten, mitsamt Eigenheim und Hund, und lassen ihre Partnerschaft sogar offiziell registrieren.

Ihr Leben gerät aus den Fugen, als bei Laurel Lungenkrebs in fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert wird. Damit Stacie, die als Automechanikerin nur wenig verdient, im Fall der Fälle das gemeinsame Haus trotzdem halten kann, beantragt Laurel, dass ihre Pensionsansprüche nach ihrem Tod auf ihre Lebenspartnerin übergehen, wie dies bei verheirateten Paaren üblich ist. Ihr Antrag wird von den „board of chosen freeholders“, dem zuständigen kommunalen Gremium, abgelehnt. Laurel ist jedoch nicht bereit, diese Entscheidung einfach hinzunehmen. Schon bald kämpfen Laurel und Stacie an zwei Fronten: gegen die Krankheit und für Gleichberechtigung. Doch während Laurels Gesundheitszustand sich immer weiter verschlechtert, gibt es auf der anderen Seite Grund zur Hoffnung. Denn Laurel und Stacie erhalten in ihrem Kampf gegen die politischen Entscheidungsträger nach und nach immer mehr Unterstützung.

Als Freeheld im vergangenen Oktober in den USA in die Kinos kam, waren die Kritiken durchwachsen. Zwar wurden die schauspielerischen Leistungen insbesondere der beiden Hauptdarstellerinnen gewürdigt, der Film wurde jedoch unter anderem für seine vorhersehbare Erzählweise und stellenweise nur schwach entwickelten Figuren kritisiert. Tatsächlich ging auch mir insbesondere in der zweiten Hälfte des Films mehr als einmal der Gedanke „typisch Hollywood“ durch den Kopf, sowohl in Bezug auf die Dramaturgie als auch die Figuren. Laurels Kollege und Partner Dane, ein heterosexueller Mann, der Laurels Anliegen zunächst nicht versteht, dann jedoch zu einem von Laurels und Stacies wichtigstem Unterstützer wird, wirkt ein bisschen zu stark und heldenhaft, der schwule Aktivist Steven, gespielt von Steve Carell, ein bisschen zu provokativ und exaltiert und die „Freeholder“, die nicht auf Laurels Seite stehen, wirken ein bisschen zu bigott und selbstgefällig.

Dass ich den Film dennoch sehenswert finde, liegt vor allem an Julianne Moore und Ellen Page. Obwohl sie auf den ersten Blick so unterschiedlich sind, überzeugen sie als Liebespaar. Dabei hilft es, dass Laurels und Stacies Liebesgeschichte von Anfang an erzählt und gezeigt wird, wie sich ihre Beziehung entwickelt und wie ihre Gefühle füreinander die anfänglichen Zweifel wegen des Altersunterschieds ebenso überwiegen wie die Konflikte, die dadurch entstehen, dass Laurel nicht bereit ist, ihre Liebe offen zu leben.

Zudem dokumentiert Freeheld einen wichtigen Moment im Kampf um Gleichberechtigung für homosexuelle Paare. Auch wenn es um die Rechtslage in den USA geht, war und ist das Anliegen universal: Gleiche Rechte und Akzeptanz dafür, dass die Liebe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern ebenso wertvoll und schützenswert ist wie die zwischen Mann und Frau. Laurels und Stacies Sieg im Film hat zumindest mich auch deshalb so berührt, weil deutlich wird, wie sehr der Kampf dieser beiden Frauen im realen Leben dazu beigetragen hat, dass schwule und lesbische Paare in den USA heute heiraten können.

„Freeheld“ startet am 7. April 2016 in den deutschen Kinos. Mehr Infos zum Film und den deutschen Trailer gibt es auf der offiziellen Webseite.

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TV-Tipp: „The Fall“ bei ZDFneo

Bei ZDFneo startet heute Abend die britische Serie The Fall mit Gillian Anderson, und zwar die ungekürzte BBC-Version. Soll heißen: Anders als das ZDF, das im letzten Herbst eine um über zwei Stunden kürzere Version ausgestrahlt hatte, zeigt ZDFneo alle bisherigen Folgen in der Version, wie sie auch im britischen Fernsehen gelaufen sind.

Gillian Anderson spielt in The Fall die Polizistin Stella Gibson, die in Belfast die Ermittlungen in einem Mordfall unterstützen soll. Bald stellt sich heraus, dass sie einen Serienmörder jagt. Hinter der Fassade des treusorgenden Familienvaters Paul Spector verbirgt sich ein eiskalter Psychopath, der nachts junge Frauen in ihren Wohnungen überfällt und ermordet. Die Serie ist nichts für schwache Nerven, denn es wird nicht nur die Ermittlungsarbeit von Stella und ihrem Team gezeigt, sondern auch Paul, wie er seine Taten akribisch vorbereitet und durchführt.

Was The Fall für einen Beitrag in diesem Blog qualifiziert, ist nicht allein die Tatsache, dass neben Gillian Anderson auch Archie Panjabi mitspielt, die als bisexuelle Kalinda in der Serie The Good Wife so manches Lesbenherz erobert hat (auf dem Bildschirm und davor). Gillian Andersons Figur Stella schläft zwar zu Beginn der Serie mit einem Mann, zeigt aber später auch deutliches Interesse an der von Archie Panjabi dargestellten Gerichtsmedizinerin Tanya. Und sie ist nicht die einzige Frauenfigur in der Serie, die (auch) auf Frauen steht.

Stella Gibson (Gillian Anderson, rechts) mit der Gerichtsmedizinerin Tanja Reed-Smith

Stella Gibson (Gillian Anderson, rechts) mit der Gerichtsmedizinerin Tanya Reed Smith (Archie Panjabi) (Bild: ZDF/Steffan Hill)

The Fall läuft ab heute immer freitags am späten Abend bei ZDFneo. Die Folgen sind zudem in der Mediathek abrufbar.

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„The 100“, das „Clexa“-Debakel und die Folgen

Die Science Fiction-Serie „The 100“ könnte bahnbrechend für die Darstellung von lesbischen und bisexuellen Frauenfiguren in Fernsehserien werden – allerdings aus anderen Gründen, als ursprünglich gedacht.

(Vorsicht: Dieser Beitrag enthält Spoiler für Staffel 3 der Serie!)

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